Pater Nivard feiert Goldenes Priesterjubiläum

Vor 50 Jahren wurde Pater Dr. Nivard Konrad im Dom zu St. Pölten zum Priester geweiht. Im Rahmen einer Festmesse dankte der Jubilar für die Gnade seiner Berufung und der Möglichkeit sein Amt bis heute ausüben zu können.

Pater Dr. Nivard wurde 1936 in Glödnitz/Kärnten geboren und wuchs mit acht Geschwistern auf. Nach seiner Schulausbildung in Kärnten und Niederösterreich trat Thomas Konrad am 19. August 1957 als Novize in das Stift Lilienfeld ein und erhielt den Namen Nivard. 2 Jahre studierte er Philosophie an der Universität Salzburg und bis 1965 Theologie an der Universität in Rom.

Am 29. Juni 1963 erhielt Dr. Nivard Konrad von Bischof Franz Žak die Priesterweihe im Dom zu St. Pölten.

In den Jahren 1965 und 1966 war Dr. Konrad Dozent für Moraltheologie in Stift Heiligenkreuz und Religionslehrer in der Landesberufsschule Lilienfeld.

Am 1. September 1966 wird er Pfarrer in Stratzing und Gneixendorf. Einige Jahre betreut er auch die Pfarre Droß.

Nach einer Professur im BRG Ringstraße Krems ist er von 1967 bis 2002 in der HTL Krems als Professor für Religion tätig. Dr. Nivard Konrad trägt den Ehrentitel Oberstudienrat. Weitere Unterrichtseinheiten absolvierte er in den Volksschulen Stratzing und Gneixendorf, zwischenzeitig auch in Droß und der Landesberufsschule für Maurer in Langenlois.

1997 legte Dr. Konrad die Leitung der Pfarre Stratzing zurück.

In diesem Jahr kaufte er sich in Stratzing ein Haus, welches er mit seinem Chow-Chow bewohnt. Lesen und Gartenarbeit zählen zu seinen bevorzugten Hobbies. Gerne unterstützt er Ratsuchende in den Sprachen Latein, Altgriechisch oder Italienisch. Bekannt ist Dr. Konrad für die Organisation vieler Kulturreisen, die ihn und interessierte Mitreisende zu Stätten des Glaubens in Italien, der Türkei und Israel führten. Gerne und jederzeit hilft er aber nach wie vor als Pfarrer in Stratzing, Gneixendorf und Lengenfeld aus.

Pater Dr. Nivard Konrad ist Ehrenringträger und Ehrenbürger der Marktgemeinde Stratzing. Ebenso stolz ist er, nach LH Dr. Erwin Pröll, Ehrenzegerltroga der Gemeinde zu sein. Für seine Dienste in der Pfarre Gneixendorf wurde ihm die goldene Wappenplakette der Stadt Krems überreicht.

In seiner 31-jährigen Amtszeit war er aber nicht nur Seelsorger sondern als Bauherr auch stets um den Erhalt und die Verbesserung der baulichen Anlagen in der Pfarre bemüht:

In Stratzing sorgte er für: die Neueindeckung des Pfarrhofes und der Kirche; eine neue Kirchenbestuhlung und den Einbau einer Bankheizung sowie Lautsprecheranlage; den Neubau und Vergrößerung der Sakristei sowie deren neuer Einrichtung mit Kästen und Messgewändern; die Erneuerung der Kirchen- und Pfarrhoffassade und der Gartenmauer; den Abbruch der Nebengebäude im Pfarrgarten und die Errichtung einer Garage; die Verlegung der Kirchenbergstiege und teilweisen Erneuerung der Stützmauern; die Vergoldung des Turmkreuzes und der Uhrzeiger; die Überholung und Reparatur der Orgel; neue Fenster im Pfarrhof und 1997 die statische Sicherung des Kirchengewölbes.

In der Kirche zu Gneixendorf sorgte er für die Errichtung einer Sakristei, der neuen Anschaffung von Beichtstühlen und einer Bankheizung. In Droß wurde der Altarraum der Pfarrkirche neugestaltet und eine Orgel angekauft.

Durch seine guten Kontakte konnte er bei vielen dieser Vorhaben die Unterstützung durch die Maurerberufsschule und HTL erreichen.

Am Freitag, 28. Juni 2013 feierten die Pfarrgemeinde, Freunde und Wegbegleiter gemeinsam mit Pater Nivard die Hl. Messe. Ihm zur Seite standen Univ.-Prof. Dr. P. Friedrich Schleinzer (Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Salzburg), Pater Dr. Pius Maurer (Prior des Stiftes Lilienfeld), Pater MMag. Norbert Buhl (Dechant des Dekanat Krems und Pfarrer von Loiwein), Pater Dr. Edmund Tanzer (Dechant des Dekanat Großweikersdorf und Pfarrer von Radlbrunn), Pater Raymund Vidonya und Pfarrmoderator Mag. Robert Bednarski.

Als Vertreter des Pfarrkirchenrates bedankten sich Mag. Josef Kirchner für die konstruktive Zusammenarbeit trotz mancher „Ecken und Kanten“.

Ein speziell für dieses Jubiläum abgefüllter Wein mit dem Namen Perval überreichte Bgm. Josef Schmid an den Jubilar und Ehrenbürger. Der Name, der Kraft und Stärke ausdrücken soll, wurde gemeinsam mit dem Jubilar gefunden.

Nach dem Gottesdienst gab es bei einer Agape mit Imbiss und Wein am Kirchenvorplatz die Möglichkeit, dem Jubilar persönlich zu gratulieren. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Kirchenchor Stratzing und dem Windmühlen Echo Retz.