Neues Einsatzfahrzeug für die Feuerwache Gneixendorf

Der Kremser Ortsteil Gneixendorf ist aktuell von Baustellen geprägt, an jeder Ecke des Ortes entstehen neue Wohnhäuser, und eine große Wohnsiedlung wird errichtet. Damit ist Gneixendorf der momentan am stärksten wachsende Ortsteil von Krems. Gleichzeitig muss natürlich auch die Infrastruktur der Stadt Schritt halten – auch auf dem Sicherheitssektor. Das alte Kleinlöschfahrzeug der Feuerwache, welches bereits über 30 Dienstjahre auf dem Buckel hatte, war für dieses Gefahrenpotential schon längst nicht nicht mehr ausreichend. Als Sofortmaßnahme wurde seit einigen Jahren mit eigentlich ausgeschiedenen Fahrzeugen diese Ausrüstungslücke überbrückt. Dadurch wurde Zeit gewonnen, die für Planung und Ausbildung wie auch Finanzierung benötigt wurde.

Nach der Planungsphase des neuen Löschfahrzeuges, einer EU-weiten Ausschreibung und der ca. elfmonatigen Bauzeit war es am 23. Juli soweit: Das neue Hilfeleistungsfahrzeug konnte von der Firma Rosenbauer in Leonding abgeholt werden.

15 Mann der Feuerwehr Krems nahmen das Fahrzeug ab und wurden auch gleich in der Bedienung unterwiesen. Für die Feuerwache Gneixendorf eröffnen sich mit diesem Fahrzeug viele neue Einsatzgebiete. Zusätzlich zu der modernen Löschausrüstung wie Einbaupumpe, Schaumdruckzumischung und Überdruckbelüfter steht nun auch eine umfangreiche technische Ausrüstung (Seilwinde, Hebekissen, Seilzug) zur Verfügung, um bei Hilfeleistungen gut gerüstet zu sein.

Bei dem Fahrzeug handelt es sich um ein Hilfeleistungsfahrzeug 3 gemäß der Baurichtlinie des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes mit 2100 Liter Wassertank und 100 Liter Schaummitteltank. Die Firma Rosenbauer realisierte das Fahrzeug durch einen AT-Aufbau, als Fahrgestell dient ein MAN TGM 15.290. Die Kosten teilen sich das Land Niederösterreich, die Stadtgemeinde Krems und die Feuerwache Gneixendorf, ein Teil des Geldes stammt auch aus der Wehrkassa der Feuerwehr Krems.

Ein besonderer Vorteil liegt in den kompakten Abmessungen des Fahrzeuges. Es wurde einer der kürzesten möglichen Radstände von 3650 mm gewählt, um sehr wendig zu sein. Der Aufbau ist um etwa 150 mm schlanker als ein herkömmliches Fahrzeug (sogenannte Schweizer Breite, wie auch von der Berufsfeuerwehr Wien in Verwendung). Praktisch das gesamte Einsatzgebiet der Feuerwache Gneixendorf besteht aus schmalen Gassen: Gneixendorf selbst, die Kremser Altstadt bis in die Gneixendorfer Weinberge. Aber auch durch den Stau auf der B37 (Stichwort Rettungsgasse) sind damit sichere Einsatzfahrten möglich.

Derzeit kann man das neue Fahrzeug oft auf den Straßen rund um Gneixendorf sehen, da die Einsatzfahrer der Feuerwache gründlichst auf das neue Fahrzeug eingeschult werden. Jeder Kraftfahrer muss mehrere Stunden Praxis sammeln, ehe er es im Einsatz lenken darf. Fahrmeistergehilfe Martin Walzer ist hier mit seinen Kameraden laufend im Übungseinsatz.

Offiziell in Dienst gestellt wird das Fahrzeug am 15. September, wenn es im Zuge eines feierlichen Festakts durch Pfarrer Dr. Nivard Konrad gesegnet wird. Inoffiziell hat das Fahrzeug bereits seine ersten Einsätze hinter sich – die Feuerwehr Krems zählt zu den einsatzstärksten Feuerwehren Niederösterreichs und das modernste Fahrzeug wurde nicht umsonst zur Feuerwache Gneixendorf stationiert…