Straßen- und Gassennamen und ihre Bedeutung

Geschichte der Hausnummern

Unter Kaiser Josef II wurde Mitte 1780 eine groß angelegte Steuergrundlagenerhebung durchgeführt – Die Josephinische Fassion. Diese Erhebung ist nicht wie die Theresianische Fassion primär nach Herrschaften, sondern nach Orten gegliedert, so dass auch Untertanen verschiedener Herkunft in einer Ortsmappe erfasst sind. Außerdem erhielten die Häuser erstmalig Hausnummern (Conscriptionsnummern). Alle danach errichteten Häuser erhielten in der Reihenfolge ihrer Errichtung die nächstfolgende Hausnummer. So lässt sich mit der bis zum Jahre 1968 vergebenen Hausnummer sehr einfach die zeitliche Reihenfolge der Errichtung der einzelnen Häuser im Ort nachvollziehen.
Mit der Eingemeindung von Gneixendorf zur Stadt Krems wurde auch die alte Nummerierung der Häuser durch Straßennamen ersetzt. Bei der Namensvergabe der Gemeindestraßen und Gemeindegassen wurde darauf geachtet, dass die Namen jeweils in einem Bezug zum Dorf stehen.

Landesstraße

Gneixendorfer Hauptstraße
Langenloiser Straße
Limbergstraße
Stratzinger Straße

Gemeindestraßen

Aldersbachergasse
Die Aldersbacher Zisterzienser in Niederbayern (1803 aufgelöst) gründeten den Wasser- und den Trautingerhof in Gneixendorf.

Alter Graben
alte Bezeichnung für den Graben

Dr. Karl Schweitzer Gasse
Die Fam. Kleyle und deren Nachfolger – die Fam. Schweitzer – waren von 1847 bis 1935 Besitzer des Wasserhofes.

Erbergasse
Benannt nach dem Gastwirt Johann Erber

Feldgasse
alte Wegbezeichnung

Flieglerinstraße
Benannt nach der Besitzerin der Riede Frau Fliegler.

Flughafenstraße
Straße von der L 218 zum Flughafen

Franz Parisot Gasse
Nach Franz Parisot, dem Bürgermeister von 1948 bis 1950, benannt.

Franz Wissgrill Gasse
Franz Wissgrill war von 1825 bis 1837 Trautingerhofbesitzer (Beethovenhaus).

Grengraben
alte Bezeichnung für die Straße, die durch den Graben führt.

Heinrich Bauer Gasse
Nach Heinrich Bauer, dem Bürgermeister von 1950 bis 1957, benannt.

Hofgasse
Die Grundstücke rund um den Dorfplatz waren bis 1941 im Eigentum des Wasserhofes und die einzelnen, bescheidenen Häuser wurden von Taglöhnern des Wasserhofes bewohnt. Während des Zweiten Weltkrieges wird der Wasserhof von der Heeresstandesverwaltung Krems verwaltet und im Zuge dessen werden die einzelnen Grundstücke an die Hausbewohner verkauft. Der Name Hofgasse soll an die früheren Eigentumsverhältnisse erinnern.

Holtergasse
Der Name kommt von der Riedbezeichnung Holter Braten (früher Schmidgasse).

Kapellenweg
Weg neben der Kapelle.

Klampfenweg
Klampfen ist die Riedbezeichnung, durch die der Weg führt

Leopold Roitner Gasse
Nach Leopold Roitner, dem Bürgermeister von 1957 bis 1965, benannt.

Kreuzschragenweg
ist die Riedbezeichnung, durch die der Weg führt

Le Febre Straße
Clara und Josef Le Febre  waren die erstern weltlichern Besitzer des Trautingerhofes von 1814 bis 1825

Lilienfeldergasse
Die Patres vom Stift Lilienfeld haben seit 1778 die kirchliche Betreuung von Gneixendorf über.

Marthalgasse
Marthal ist der Riedname, in der die Marthalgasse liegt.

Schloßstraße
Das nördliche Ende der Gasse endet beim Schloss Gneixendorf (Wasserhof).

Wasserhofstraße
Die Straße verläuft entlang des Gneixendorf Schlosses ehemaliger Wasserhof.

Wolfsgraben
alte Bezeichnung für den Graben